Liedrätsel 01
→ MusikKleine Füße trappeln über Holzboden – tapptapptapp.
Der Junge ist im Spiel vertieft und sein Herz arbeitet – pochpochpoch.
Ein plötzlicher Schmerz zwingt ihn zu stoppen. Er presst die Hand auf die Brust, krallt sich in sein eigenes Fleisch, als könne er die Stiche fassen und herausziehen – poch poch.
Er rappelt sich wieder auf, ruft: „Mama!“ und läuft weiter, ruft: „MAMA!“ bis ihm die Luft wegbleibt. Sein Körper sinkt zu Boden und bleibt liegen – poch …
Seine Mutter findet ihn und drückt den regungslosen Körper an ihre Brust. Sie spürt keinen Herzschlag. Unter Tränen küsst sie die kühlerwerdende Stirn.
Aus hartem Eichenholz hat man eiligst den Sarg geschreinert. Die Familie nimmt Abschied bevor der Deckel geschlossen wird. Seinem zur Ruhe gebetteten Sohn gibt der Vater eine Spieluhr in die Hand, legt seine um die des Kindes und schließt sie zur Faust. Dann wird die Dunkelheit über den Körper verhangen und widerlich hallt das Einhämmern der Nägel.
Schneeflug setzt ein. Die Kälte gräbt sich durch die frische Erde, dringt in den Sarg und fährt durch den Körper. Da schlägt das Kind die Augen auf. In Panik fühlt es die hölzernen Wände um sich. Schon meint es zu bemerken, wie ihm die Luft knapp wird. Mit nassen Augen zieht es die Spieluhr auf und eine Melodie erklingt. Sie fliegt durch Holz und Erde und wird zu einer Melodie im Wind, die sich über das Grab legt. Wie die Zeit vergeht, bemächtigt sich immer mehr die Angst dem Kind und es singt zur Melodie: „Poche weiter mein Herz.“
Am Totensonntag hört man die Melodie und rammt sogleich die Spaten in die gefrorene Erde. Man birgt den Körper, das Kind ist noch knapp bei Bewusstsein, das kleine Herz – gerettet.
4 Kommentare
Wenn man das Lied kennt ist es zu einfach, gelle?
Nächsten Donnerstag geht es weiter.
Hoppe hoppe Reiter.
schoenen gruss aus melbourne XD
Und jetzt du