Review: Trapeze
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Dr. Irabu
Trapeze (jp. Kuchu Buranko) erzählt in 11 Episoden wie Psychiater Dr. Ichirou Irabu seine Patienten behandelt. Statt Couchgesprächen gibt er Ratschläge und schubst die Leute so in die richtige Richtung. Die Heilung ist auch nicht immer das erklärte Ziel, sondern es reicht bisweilen schon, einfach mit dem Problem zurecht zukommen.
Die Folgen bieten viel Interpretationsfreiraum oder vielmehr: Sie zwingen einen dazu, sich Gedanken um die Darstellungen zu machen. Dass die Episoden nicht in chronologischer Reihenfolge sind, ist netterweise kein Problem.

Dr. Irabu selbst gibt es in drei Ausführungen – Als grünen Mausmensch, als Kind und als Erwachsenen. Dies könnte für die zu behandelnden psychischen Bereiche stehen: Die tierischen Instinkte, Ereignisse in der Kindheit und Probleme resultierend aus der Gegenwart. Die Vielgestaltigkeit des Dr. Irabu hat mich am meisten gewundert.
Um die Patienten herum sind häufig bunte Punkte. Diese deuten auf die mentale Erkrankung hin. Weil man diese normalerweise nicht wie Masern als rote Stippen auf der Haut sehen kann, manifestieren sie sich für den Zuschauer sichtbar um die Person herum.
Dann sind da noch die unwichtigen Personen – Statisten –, die als platte Pappfiguren dargestellt werden, die durch die Gegend wandern. Sicher hilft es dabei, auf die bedeutenderen Charaktere zu achten, aber ich frag mich, ob es nicht noch mehr zu bedeuten hat.

Weniger rätselhaft sind die tierischen Versionen der Patienten. Zusammenhänge zwischen Specht und Handysucht sowie Nashorn und Dauererektion sind doch recht offensichtlich.
Die Behandlungsmethoden und Fachbegriffe lässt man nicht einfach im Raum stehen, sondern Dr. Fukuicchi, der sich dem Zuschauer als echter Psychiater vorstellt, unterbricht die laufende Szene und erklärt. „Obsessive-compulsive disorder“. Ich vergess das Wort andauernd, aber es taucht oft im Anime auf – „Zwangsstörung“.

Fazit. Das Endergebnis besonders angehoben hat die letzte Episode. In dieser Folge laufen alle Stränge noch einmal zur großen Aussage – wenn man so will: Moral – zusammen. Achtet auf die Kanarienvögel um uns herum.
4/5
8 Kommentare
Irasshai! xD
@B: Aaaah, wird Zeit, dass dein Studium weitergeht! Du klickst den Fav-it-Counter sonst noch auf über 9000.
ich habe gerade keine Lust auf die Aufgabe die vor mir liegt :P
bekommst du eigentlich jedes mal eine Mail-Benachrichtigung oder so etwas?
Das wäre schön =)
Und jetzt du