Chimicherrychanga

Effektiver googeln

Informatik von Seba

Viele denken vermutlich, man könne nur ein paar Worte bei Google eintippen und das Beste hoffen. Dabei lässt sich der Textzeile durchaus eine Portion Logik mitgeben. Einiges davon, wenn nicht gar alles, lässt sich auch über die erweiterte Suche (da ist so ein Link rechts neben dem Feld) erreichen, aber wenn man es selbst schnell runtertippt, spart man einiges an Zeit.

Google

Szenario 1: Keep it together

In einem Video war so ein Lied, wie es wohl heißt und von wem es ist? Mal die verstandenen Wörter googeln:

lyrics "in a cave by the sea"

Gesucht habe ich eine Strophe aus Down by the Hillside von Fiddler’s Green. Vergleicht die Treffer mal für mit und ohne Anführungszeichen. Ohne findet sich auf der ersten Seite kein einziger korrekter Treffer. Mit immerhin schon drei.

Doppelte Anführungszeichen haben eine Bedeutung. Falsch eingesetzt können sie die Suchtreffer versauen. Dabei ist es recht simpel: Was in Anführungszeichen steht, gehört zusammen und soll als solches gesucht werden.


Szenario 2: Lass mich doch in Ruhe damit!

Möchte man sich über ein Produkt informieren, wird man bisweilen mit Links zu Preisvergleichsseiten überschwemmt. Mit etwas Glück kann man dies etwas eindämmen, indem man seine Noch-nicht-Kaufbereitschaft zum Ausdruck bringt:

produktxyz -shop -buy -price

Alles was ein Minus am Anfang trägt, wird als nicht gern gesehener Suchbegriff verstanden. Ein Minus zwischen Wörtern wird hingegen korrekt als Bindestrich erkannt.


Szenario 3: Seitenspezifisch

Baccano! ist ein klasse Anime, erzählt jemand (und hat damit recht). Da könnte man sich ja mal die erste Fol… einen Trailer herunterladen. Eine verdächtige Uploadseite dafür wäre Megaupload. Ergo:

baccano trailer mkv site:megaupload.com

Mit site: schränkt man die Suche auf eine spezifische Domain ein. Das Protokoll (http://) kann man dabei weglassen.


Szenario 4: Dateien, nicht Seiten

Auf das Interview von Michael Geist zum Thema ACTA wird vielerorts eingegangen. Aber das PDF mit dem eigentlichen Interview zur Vorbildung wäre nicht schlecht. Suchen wir also gezielt nach einem PDF:

ACTA Geist interview filetype:pdf

Die eben vorgestellten und weitere Möglichkeiten stehen in der Google Quick Guide Reference. Ich habe für den Artikel herausgepickt, was ich für am Praktischsten halte.

3 Kommentare

  1. avatar Kai
    Ich benutze noch bool’sche Operatoren recht häufig bei Suchen. Also z.b AND, OR und NOT. Gerade mit den letzten beiden Operatoren lassen sich noch gute Konstrukte bauen. Außerdem empfehlenswert ist NEAR. Zwei damit verbundene Suchbegriffe stehen bei einer Trefferseite maximal 10 Wörter auseinander.
  2. avatar Seba
    NEAR war mir neu, danke. Was ein interessanter Operator.
  3. avatar Christoph
    Oh ja. NEAR ist wirklich interessant.

    Ich meine das ernst.

    Und schöner Eintrag für Leute die das noch nicht wussten!

Und jetzt du

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