Review: Fate/stay night
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Ein Anime aus den Genres Action, Romance und Drama, der eine ordentliche Geschichte vorweist und jedwede Gelegenheit für Fan-Service schulterzuckend verstreichen lässt, sowie dem, was heutzutage als „Moe“ klassifizert wird, entbehrt. Das habe ich mal wieder gebraucht, auch wenn die Serie schon ein wenig älter ist (Anfang 2006).
Die Rahmenhandlung bildet ein Kampf zwischen sieben Magiern (Masters) und ihren Dienern (Servants) um den Heiligen Gral, der erst erscheint, nachdem nur noch ein Servant übrig geblieben ist. Die Servants sind aus der Vergangenheit beschworene, epische Helden, die mit Mana aufgepowert über mehr Kraft und besondere Fähigkeiten verfügen. Die Motivation die Kämpfe zu bestreiten entsteht aus dem Versprechen heraus, dass der Gral in der Lage sein soll, jeden Wunsch zu erfüllen.
Hauptperson ist Shirou Emiya, dem es in einer misslichen Lage gelingt, einen eigenen Servant zu beschwören: Typifizierung Saber, was dann für die Dame auch als Name verwendet wird. Shirou und Saber werden unweigerlich Spielfiguren im Magier-Krieg, finden wenige Verbündete und deutlich mehr Feinde, müssen eigene Differenzen klären und kommen sich auch zögerlich näher.

Shirou ist dabei der typische gutmenschliche Charakter, der mit seiner Gentleman-Ader nicht nur bei Saber, sondern auch beim Zuschauer bisweilen Unverständnis auslöst. Häufig kommen seine Argumente, warum sie denn nicht kämpfen solle, nicht über „Weil ich dich mag“ hinaus. Dabei verkennt er nur völlig, dass sie eine kampferprobte Schwertschwingerin ist, die schon viele Schlachten und Tote gesehen hat, während er öfter als nur einmal beinahe das Zeitliche gesegnet hätte.
Gelegentlich schimmert durch, dass der Anime einen Visual Novel zur Vorlage hatte; immer dann, wenn ein Szenenwechsel etwas sprunghaft wirkt. Das ist nichts weiter als eine Beobachtung und nicht negativ zu bewerten. Schade ist es hingegen, dass manche Figuren etwas zu kurz kommen – mir besonders aufgefallen bei Archer und Illyas. Im Visual Novel hätten sie wahrscheinlich ihre eigenen schwerpunktmäßigen Routen gehabt, deren Inhalte im Anime dann leider keinen Platz mehr fanden.
Zur Musik ist zu sagen, dass das erste Opening und das normale Ending ganz nett sind, während mir das zweite Opening Kirameku Namida wa Hoshi ni und das Ending der letzten Folge Kimi to no Ashita ausgesprochen gut gefallen haben. Gerade Letzteres war ein gelungener Abschluss für eine kleine Träne im Augenwinkel.
1. Bild: anisearch.de
4/5
2 Kommentare
Und jetzt du