Chimicherrychanga

[Review] Katanagatari

Anime & Manga von Seba

Katangatari

GenresAdventure, Drama, Romance
VorlageLight Novel
Episoden12 Folgen à 50 Minuten
StudioWhite Fox
Jahr2010
Opening 1Meiya Kadenrou von Minami Kuribayashi (youtube.com)
Opening 2Katana to Saya von ALI PROJECT (youtube.com)
Endings12 verschiedene

Katanagatari erzählt die Geschichte der Strategin Togame und ihres Begleiters Shichika, dem letzten Schüler der schwertlosen Kyotoryuu-Kampfart. Im Auftrag des Shoguns befinden sie sich auf der Suche nach den 12 Schwertern des legendären Schmiedes Shikizaki Kiki. Diese sind über das Land verstreut und im Besitz der verschiedensten Personen, von denen nur die wenigsten bereit sind, sich von ihrer Waffe zu trennen.

Die Suche nach den Schwertern ist der rote Faden, der sich von Episode zu Episode spinnt. Jede ist einem der Schwerter gewidmet und obwohl die Episoden für sich abgeschlossen und ohne Cliffhanger sind, rutscht die Serie nie in ein starres Muster, obgleich vorhersehbar ist, dass unsere beiden Hauptfiguren natürlich auch dieses Schwert in ihren Besitz bringen werden. Aber ein sturres Erkämpfen der Schwerter steht weniger im Vordergrund als man vielleicht vermuten möchte. 50 Minuten pro Episode sind eine Menge Zeit und nur ein Bruchteil davon wird in – gut animierte, optisch reizvolle – Kämpfe investiert. In Katanagatari wird viel geredet, sehr viel. Dabei sind die Unterhaltungen meist wertvolle Beiträge zur weiteren Geschichte, sind bisweilen mit Witzen gespickt und langweilen gewiss nicht. Gerade gegen Ende wurde es jedoch leicht konfus und ich bin mir nicht sicher, wie einige Aussagen in der letzten Folge zu verstehen waren.

Katanagatari

Mit den Charakteren ist der Serie etwas besonderes gelungen. Jeder wichtigen oder auch nur halbwegs wichtigen Figur ist eine optische Einzigartigkeit zuteil geworden, die oft noch von einer erinnerungswerten Persönlichkeit und Stimme unterstrichen wird. Seien es unsere Hauptpersonen, die Schwertinnehaber oder der ebenfalls auf der Suche befindliche Maniwa-Clan. Zusammen mit den Unterhaltungen ist es da wenig verwunderlich, wenn einem jeder von ihnen irgendwie sympathisch wird. Von wirklichen Bösewichten kann ohnehin nie die Rede sein, denn alle haben sie ihre Gründe und Denkweisen, Überzeugungen und Verpflichtungen, die der geneigte Zuschauer erfährt, denn: Es wird geredet und verhandelt.

Während der Serie vollzieht sich zudem eine sehr subtile Entwicklung bei Hauptperson Shichika. Anfangs hört man aus jeder Aussage heraus, dass er sich selbst nur als Schwert sieht, und wenn er Togame sagt, er sei ihr verfallen, dann klingt es, als spreche er nur den zuvor gehörten Satz nach – er kennt die Bedeutung, aber nicht das Gefühl dazu. Mitten in einer späteren Episode merkt man plötzlich aus einer nebensächlichen Bemerkung oder anders erwarteten Handlung heraus, dass Shichika menschlicher geworden und kein gleich­gültiges Schwert mehr ist, sondern als Bodyguard und Mensch an Togames Seite steht.

Katanagatari

Fazit. Eine spannende Geschichte mit klasse Charakteren in einer optisch ungewohnten, doch sehr ansprechenden Präsentation. Beim Ende wurde zudem vieles richtig gemacht, wodurch die Serie mit einem großen Finale in guter Erinnerung bleibt. Katanagatari ist ein Anime, den ich als Meisterwerk bezeichnen würde.

5/5 5/5


Bildquelle: oreno.imouto.org

8 Kommentare

  1. avatar B
    Eine schöne Zusammenfassung, und mit der Bewertung bin ich auch einverstanden. Ein „qualitätsanime“, falls man das so ausdrücken kann, was heißt, dass er eigentlich auch zwangsweise in super qualität geschaut werden muss (gerade bei dieser Serie ist das wirklich unverzichtbar^^)
  2. avatar Christoph
    Wooaaa. Meisterwerk. Das ist ein großes Wort für eine Sendung, in der ausgerechnet einzige Meister einer schwertlosen Kampftechnik auf die Suche nach 12 Schwertern geschickt wird.

    Aber ich will dir mal glauben.

    Wenn ich mir irgendwann mal eventuel einen Anime anschaue, vielleicht dann diesen hier?
  3. avatar Seba
    Deinen Anime-Geschmack kann ich nur schwer einschätzen. Wobei ich schon davon ausgehe, dass er dir gefallen würde. Und FLCL. Schau FLCL! Und Death Note, einfach, weil ich es für die Grundausbildung eines jeden Anime-Schauers halte.
  4. avatar Twaldigas
    Hört sich auf jeden Fall sehr interessant an. Schön wenn in einem Anime viel auf Dialoge gesetzt wird. Wenn dann noch zwischendurch ein wenig Action ist, könnte es tatsächlich ein 1A Anime sein. Ich werde mir den Namen mal merken.
    Schöne Beschreibung des Animes. Ich kann mir gerade sehr gut vorstellen, wie das ganze in etwa sein wird.

    Gruß Twaldigas
  5. avatar Seba
    Ja, merke ihn dir. :)
    In Anbetracht der Länge wird er vermutlich eine geringere Priorität auf der Watch List einnehmen.
  6. avatar Twaldigas

    In Anbetracht der Länge wird er vermutlich eine geringere Priorität auf der Watch List einnehmen.

    Damit dürftest du leider recht haben. Durch meine sehr langsame Leitung schaff ich eh nur sehr sehr wenig. Pro Monat vielleicht einen Anime. Irgendwann wird aber der Tag kommen, an dem ich eine 16.000er habe und dann geht es rund. :-)
  7. avatar garabagedoll
    Dein Review bestärkt nur noch meine Meinung zum Anime, ein eindeutiges Must-Watch. Mir gefällt der Zeichenstil, ich mag das aussergewöhnliche und die, die sich vom allgemeinen Zeichenstil entfernen sind doch meist die besseren Serien ohne Moe. Werde auf jeden Fall bald reinschauen. ^^
    Obwohl mir die 50 Minuten lange vorkommen, wird schon, ich habe auch den Haruhi Film geschaut, ohne dass es mir langweilig wurde.
  8. avatar Karl
    Einer der besten, wenn nicht gar DER Beste Anime des Jahres 2010. Schönes Review.
    Hach ja, diese Serie. =(

Und jetzt du

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