Mal wieder etwas zum Thema Anime
→ Anime & Manga
Fate/zero hat mich nicht enttäuscht und zählt derweil zu meinen Favoriten. Irgendetwas an der Optik wirkt allerdings leicht ungewohnt und ich meine, den Faktor dafür gefunden zu haben – die Hintergründe wirken meist recht statisch. Oh, sie sind wunderbar gezeichnet und verdienen Lob, aber es sieht doch ein klein wenig danach aus, als stünden unsere Charaktere auf einer Bühne in einem der beeindruckendsten Theater der Welt. Doch auch das beste Bühnenbild kann aus seiner Natur heraus nicht anders als flach wirken.
Ein wenig irritierend sind Szenen umgesetzt, die, um das schwache Zuschauerherz zu schonen, von Grässlichkeiten wegschauen. Es müssen wirklich keine zerfledderten Kinderleichen gezeigt werden, das soll hier nicht die Kritik sein. Aber was anstatt gezeigt wird; zum Beispiel eine Hintergrundsäule, eine nahezu statische Aufnahme. Warum nicht die Kamera auf dem Charakter selbst belassen und weiterhin dessen Reaktion zeigen? So entsteht der Eindruck, dass gewollt etwas ausgelassen wurde – was dann später auf der Bluray-Fassung zu sehen sein wird? Wobei das eher der Fall ist bei Mosaikfiltern und günstig – oder je nach Zuschauerinteresse auch ungüstig – einfallenden Lichtstrahlen, wie man es aus manch anderer Serie kennt.
Apropos Charaktere: Waver ist das gelebte Vorführmodell des Underdog-Phänomens. Als er das erste Mal in der Serie auftaucht, wird er als rangniedrig und gewissermaßen wertlos von seinem Magie-Lehrer heruntergeputzt. Er selbst gesteht sich ein, nichts Besonderes zu sein, aber beweist dennoch Willen, Wissen und Geschick. Er demonstriert viel Wachstumspotenzial und mit seinem Servant Rider als Vaterfigur sind die beiden ein ziemlich symphatisches Zweier-Gespann.
Working’!!

Working’!! besticht wieder einmal mit wunderbarem Humor, der teils in letzter Sekunde noch einem Klischee aus dem Weg springt, was es nur noch besser macht. Auf gewisse Art sind die Scherze und sogar Situationen eigentlich recht repetitiv, aber es hat mich nie gestört. Herrliche Serie.
Ben-to

Erm, ja … Ben-to habe ich nicht wie alle anderen gleich kurz nach Ausstrahlung der ersten Folge begonnen. Im Gegenteil habe ich schon nach Lesen der Beschreibung einen weiten Bogen um die Serie gemacht. Dann hat mir ein Vöglein gezwitschert, dass die Serie gar nicht so schlecht sei. Also habe ich doch reingeschaut.
Die Serie ist gar nicht so schlecht. Der Plot ist grottig. Wahrscheinlich wird ihm deswegen auch nicht viel Beachtung geschenkt. Der Kampf um preisreduzierte Lunch boxes ist gewissermaßen schon alles, worum es hier geht, mit kuriosen/dämlichen – dämlich jedoch nicht zwangsläufig in einem schlechten Sinne – Charakteren links und rechts. Kein heeres Ziel und keine besonderen Entwicklungen soweit. Fein. Also eigentlich ja nicht, aber es ist eben nicht so schlimm, wie es sein könnte. Der Zeichenstil ist okay, die Charaktere sind okay und ansonsten gibt es auch nicht direkt Negatives darüber zu sagen. Unser Hauptcharakter muss auch nicht erst ein Höllentraining durchmachen um vom Weichling zum Helden aufzusteigen – er kann auch so in einer ganz normalen Keilerei mitmischen.
Mirai Nikki

Ach, ich kenne schon den Manga, da wird mich der Anime wohl kaum … Oh! Wow! Hier stellt der Anime mal seine Manga-Vorlage in den Schatten. Klasse Zeichenstil und spannende Atmosphäre. Das Opening ist von ähnlichem Kaliber wie das von Deathman Wonderland. (Zur Erinnerung: Es hat mich begeistert.) Das animierte 3D-Modell von Deus sieht allerdings sehr schlimm aus. Letzlich hoffe ich noch auf ein Anime-only Ende. Der Manga bekleckert sich in der Hinsicht nicht gerade mit Ruhm.
Chihayafuru

Kann ein Anime über ein scheinbar unglaublich langweiliges Kartenspiel unterhalten? – Ja, kann es! Die Begeisterung der Personen gemixt mit ihren kleinen Hintergrundgeschichten kommt glaubhaft herüber. Ein Interesse an Karuta kann die Serie bei mir zwar nicht wecken, aber ich schätze eine gut erzählte Geschichte mit charismatischen Charakteren.
1 Kommentar
Zu Working'!! kann ich deinen Eindruck teilen. Einfach wieder eine super Komödie.
Ich habe wirklich überlegt Mirai Nikki zu gucken. Ich habe mir die erste Folge auch angeguckt. Ich habe aber mal wieder gemerkt, dass solche Anime nichts für mich sind. Irgendwie finde ich sie von der Optik her und wie die Charaktere dargestellt werden viel zu… wie soll ich sagen? Zu Psycho. Zu komisch. Da fühle ich mich beim Gucken nicht wohl. Wahrscheinlich, weil sie genau das erreichen sollen.
Gruß Twaldigas
Und jetzt du