Chimicherrychanga

Erster Eindruck: Gosick

Anime & Manga von Seba

Gosick

In Gosick scheinen einige – wie ich auch – bereits vor der ersten Folge Hoffnungen gesteckt zu haben. England 1924, Krimi, Mystery – All das klingt nach verlockenden Schlagwörtern. Was die erste Folge dem Zuschauer präsentierte waren dann leider nur ein Ermittler mit däm­licher Frisur, ein über den Boden kullernder Loli und ein schwacher rätselhafter Mord, der binnen 1 Minute (gefühlte Zeitmessung) gelöst war.

Damit möchte ich Gosick aber bei Weitem nicht zur Enttäuschung oder Dergleichen erklären. Noch kann ich die Folge als lediglich schwachen Einstieg oder Aufwärmphase sehen und vertraue ein wenig auf eine steigende Spannungskurve innerhalb der nächsten 2~3 Episoden.

Gosick

Erster Eindruck: Puella Magi Madoka Magica

Anime & Manga von Seba

Puella Magi Madoka Magica

Ein Magical Girl-Anime. Das klingt nach einer Serie für kleine Mädchen oder dem Klischeebild loliconesque veranlagter Otaku. Aber es ist von Studio Shaft[1], was einen Blick rechtfertigt um zu überprüfen, was dieses Studio mit diesem Thema angestellt hat.

Der Zeichenstil erinnert stark an Hidamari Sketch aufgrund der eckigen Gesichtsformen und dem gelegentlich auftauchenden Gedanken, ob die fröhlich-farbenfrohen Charaktere mit Buntstiften gemalt wurden. So viel zu den glücklichen Stellen, denn der Stilbruch schlechthin tritt ein bei der Konfrontation mit einer Hexe und ihrer Alptraumwelt, die eine groteske Collage aus dunkelfarbigen Mustern, Dornen und tanzenden Wollknäueln mit Schnurrbärten ist.

Puella Magi Madoka Magica

Meinem Gefühl nach wird dieser Anime nicht die „Wir müssen die Welt vor dem Bösen beschützen!“-Schiene fahren, durchgedrückt von einem kleinen Mädchen mit Zauberkräften, sondern sich stärker auf seine Charaktere konzentrieren. Es wäre wünschenswert. Es war schon mal ein – im Sinne der Präsentation – interessanter Einstieg und es kommt durchaus bereits Atmosphäre auf. Ein vielversprechener Titel, sehr vielversprechend.

Puella Magi Madoka Magica


[1] Verantwortlich für Werke wie Bakemonogatari, Arakawa under the Bridge, Sayonara Zetsubou Sensei und Maria Holic.

Hätte ich diesen Eintrag mal, wie die anderen auch, direkt nach dem Schauen geschrieben. Dann wäre er etwas weniger wischi-waschi.

Erster Eindruck: Infinite Stratos

Anime & Manga von Seba

Infinite Stratos

Es beginnt mit einem direkten Einstieg ins Geschehen. Oh yeah, kleine CGI-Mechas wie sie fliegen und schießen und es macht „zwisch“ und „swusch“ und „pew-pew-pew“. Weder Mechas noch CGI mag ich, aber man ist ja offen für Neues. Mein Fall war es trotzdem nicht.

Hat eine Episode solch einen Knall-auf-Fall-Einstieg, der ein Ausblick auf Kommendes sein soll, bedeutet das in der Regel schon einmal, dass der Rest der Folge langweilig wird. Der Anfang ist ein Flehen, dran zu bleiben, denn da käme ja noch cooles Zeug. Später. Später in der Serie. Vielleicht stellt sich aber auch heraus, dass die Szene völlig harmlos ist und der kurze Ausschnitt bereits alles Relevante gezeigt hat.

Infinite Stratos

Das Setting wird wie folgt erklärt, also: Japan hat Superkampfanzüge (diese kleinen Mechas) entwickelt. Die anderen Länder dann auch und in einem Akt menschlicher Besonnenheit einigte man sich darauf, damit keine Kriege zu führen. Stattdessen werden die Kampfanzüge nur noch für sportliche Wettkämpfe eingesetzt und allem Anschein nach die Waffensysteme weiterentwickelt! In der Logik ist irgendwo irgendetwas umgekippt[1].

Infinite Stratos

Die Statistin ganz links ist klasse. Alle kommen in Uniform zum Frühstück, nur sie im gelben Pyjama mit Tierohren. Sie ist deswegen toll, wird aber vermutlich in der gesamten Serie nicht über 1 Minute Screentime hinauskommen.

Welche Schlüsse sind nun zu ziehen? Verglichen mit Freezing, das ich zeitnah zu IS gesehen habe, erscheint IS wie pures Gold. Noch 1~2 Episoden, dann fällt die Entscheidung. Zur Zeit gibt es jedoch genug bessere Anime zur Auswahl. Freezing gehört nicht dazu.

Nachtrag: Die zweite Episode ist nun ebenfalls gesehen – sie wird die letzte gewesen sein. Der Hahn im Korb hat seinen ersten richtigen Kampf gegen eine der besten Mitschülerinnen und natürlich ist seine Maschine perfekt für ihn und natürlich kann er sofort mächtig loslegen und … ach. Außerdem: CGI-Szenen noch und nöcher und schlimm und schlimmer.


[1] „Keine Angst, wir setzen unsere Superwaffe nicht gegen euch ein. Wir machen sie nur immer besser für sportliche Wettkämpfe! *hust*“

Diese Serie erinnert mich an Strike Witches. Mit älteren Witches und Mecha über die Beine hinaus. Und Beinkleidung.

Erster Eindruck: Kore wa Zombie desu ka?

Anime & Manga von Seba

Kore wa Zombie desu ka?

Was soll man von Kore wa Zombie desu ka? halten? Ich hätte ja vermutet, es sei eine dieser Comedy-Harem-Anime mit ein bisschen Action in den ersten Folgen und die einzige Action nach Folge 3 wäre der obligatorische Strandepisoden-Filler mit dem Spalten von Wasser­melonen. Gut, mag vielleicht alles noch so kommen, aber verdammt, wenn das nicht vor allem eine Parodie auf genau solche Serien ist, dann weiß ich auch nicht mehr.

Der Zuschauer wird direkt vor vollendete Tatsachen gestellt, dass die Hauptfigur ein Zombie ist, als er sich vor einen LKW wirft und halbwegs unbeschadet von dannen zieht. Des Nachts begegnet er einem Kettensägen-schwingenden Magical Girl und klaut ihr rätselhafterweise ihre Magie. Seitdem ist er ein Magical „Girl“ Zombie. Da, wenn ich das richtig verstanden habe, demnächst noch ein Vampir-Ninja hinzukommt, lässt sich erahnen, wie das weitergeht.

Kore wa Zombie desu ka?

So dämlich die Gags auch waren, muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich mich gut amüsiert habe. Teils unerwartet wurden zudem düstere, dramatisch-ernste Flashbacks kurz eingeblendet. Aber die Drama-Schiene kann Kore wa Zombie desu ka? nicht mehr fahren. Nicht nach dieser Folge.

Kore wa Zombie desu ka? Kore wa Zombie desu ka?

Erster Eindruck: Dragon Crisis!

Anime & Manga von Seba

Dragon Crisis!

Von Dragon Crisis! habe ich eine weitere einfallslose Comedy-Harem-Ecchi-Serie erwartet und bereits in ähnlichen Fußstapfen wie Mayoi Neko Overrun! [1] gesehen. Nach der ersten Folge korrigiere ich dies auf Action-Comedy-Harem-Ecchi-Serie und lasse das „einfallslose“ vorerst entfallen, denn widererwartend war der gelieferte Einstieg gar nicht mal so schlecht.

Das zugrundeliegende Setting beinhaltet „Lost Precious“ – magische Gegenstände oder eben Personen wie den Drachen. Es gibt verschiedene Organisationen, die nach diesen Schätzen auf der Jagd sind. Allein dies und der Hinweis auf ein unschönes Geschehnis vor drei Jahren, bei dem ein verfluchtes Lost Precious und unser Hauptcharakter involviert waren, bieten wenigstens eine Grundlage für richtigen Plot.

Dragon Crisis!

Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten. Es kann nun tüchtig schief laufen oder sich mittel­prächtig fortstricken. Ich erwarte keine super Serie, aber zumindest eine kleine positive Überraschung wäre denkbar.


[1] Nicht empfehlenswert, da eine langweilige Comedy-Harem-Ecchi-Serie.