Your faithful subject

Liedrätsel 02

Musik von Seba

Seit sich Felicia verabschiedet hatte um, wie sie gesagt hatte, zur Arbeit zu gehen, folgte Vincent ihr. Mittlerweile waren sie am Bahnhof angelangt. Sie schaute sich um und wartete dem Anschein nach auf jemanden. Er versteckte sich im nächstbesten Schatten und beobachtete sie aus sicherer Entfernung.

Vincent und Felicia – Schon seit langem ein Pärchen, hatten vor wenigen Monaten den nächsten Schritt gewagt und waren zusammengezogen. Über ihre Arbeit wusste er nicht viel. Sie erwähnte nur manchmal etwas von einem Schichtwechsel mit einem Kollegen. Heute hatte er sich entschlossen, endlich mehr herauszufinden über die Frau, die er liebte und mit der er zusammenwohnte.

Ein Mann trat an Felicia heran und sie unterhielten sich kurz. Dann hakte sie sich bei ihm ein und beide verließen den Bahnhof wieder. Vincent war bereits jetzt elend zumute, doch folgte ihnen. Weit war es nicht, dann verschwanden sie in einem Hotel, wo der Mann sich am Schalter einen Zimmerschlüssel aushändigen ließ – Vincent beobachtet es durch die Glasscheibe hindurch.
Ebenso konnte er noch sehen, wie beide in den Fahrstuhl stiegen.
Er betrat die Lobby und wartete vor dem Fahrstuhl. Auf einer leuchtenden Anzeige stand, in welcher Etage er hielt. Vierte Etage.

Vincent hastete die Treppe hoch und sah sich auf der Ebene um. An einer Tür hing ein Bitte nicht stören-Schild und als er lauschte, meinte er, ihre Stimme zu hören. Kurz darauf hörte er gedämpftes Stöhnen.
„Diese Hure!“, fluchte er.

Daheim sprach er das Thema nicht an. Nur seine Griesgrämigkeit fiel ihr auf und mit heiterem Gemüt versuchte sie ihn aufzumuntern, umarmte ihn. Für ihn wirkte alles falsch, aufgesetzt und ließ ihn nur noch mehr hassen.

An diesem Tag folgte er ihr wieder. Und wieder traf sie sich, doch mit einem anderen Kerl. Der Rest verlief genau wie zuvor auch.

Eine Woche drauf – in der Zwischenzeit hatte er eine gute Miene zum bösen Spiel aufgesetzt – wartete er bereits am Bahnhof in einem dunklen Eck. Felicia trat durch den Haupteingang ein. Ein Mann trat auf sie zu, kurze Unterhaltung, sie hakte sich bei ihm unter. Bevor beide den Bahnhof verlassen konnten, stellte sich ihnen Vincent in den Weg.

Felicia wurde kreidebleich.
„Das ist also deine Arbeit?!“, brüllte er. „Und da kannst du mir noch in die Augen schauen und mir sagen, dass du mich liebst?“
Mit einer Stimme dem Ersticken nahe antwortete sie: „Wir sind darauf angewiesen. Wie sollten wir sonst die Miete bezahlen, wenn wir nicht beide arbeiten?“
„Ach, und einen anderen Job konntest du nicht finden oder was?!“
„Lass es mich erklären …“
„Das kannst du nicht erklären“, seine Stimme wurde wieder leiser.

Vincent zog eine Pistole hervor. Felicias Begleitung sprang zur Seite, rappelte sich auf und rannte davon.
„Vincent, bitte, ich liebe dich wirklich …“
„Wie sieht deine Liebe denn aus? Hast du mich auch geliebt, als du in die Augen der Männer die auf dir lagen gesehen hast? Scheiße!“
Felicia sagte nichts mehr, konnte sie vielleicht auch nicht mehr, sie schluchzte nur noch.
Er drückte ab.
Dem donnernden Widerhall im Gemäuer folgte eine bedrückende Stille. Vincent taumelte zur Tür hinaus, erbrach sich auf den Gehweg und seine Schuhe. Im Hintergrund war Felicia dabei zu verbluten.

Er stützte sich gegen die Mauer, sprach leise: „Manchmal kann Liebe töten.“

Irgendjemand schien die Polizei verständigt zu haben. Er hörte die Sirenen, sah bereits Einsatzlichter aufblinken. Er warf die Waffe weg und ließ sich auf den Boden sinken.
„Ich geh' jetzt wohl ins Gefängnis.“

„Hoffentlich werden sie den Schlüssel zu meiner Zelle wegwerfen.“

„Einen tollwütigen Hund kann man nicht heilen. Dazu hat sie mich gemacht.“

Musik: This Will Destroy You – Quiet

Musik von Seba

Ruhig, angenehm, zum Sich-Treiben-Lassen.

Und auf Last.fm zum kostenlosen Download verfügbar – ohne anmelden, ohne persönliche Daten angeben, ohne alles. Einfach runterscrollen zu den Top-Titeln.

Der Titel The World Is Our ___ klingt ähnlich (gut) und wird ebenfalls angeboten.

Die Band auf Last.fm: http://www.lastfm.de/music/This+Will+Destroy+You

Designnation.de – Wall of Fame

Fotografie von Seba

Ich möchte mich verbessern (ich spreche gerade von Fotografie). Da ist es hilfreich, wenn man mal sehen kann, wie es „richtig“ gemacht wird oder sogar seine eigenen Bilder vorstellt und konstruktive Kritik von erfahrenen Benutzern bekommt.

Wer zum Genie werden möchte, muss sich mit Genie umgeben.

Keine Ahnung, ob das schon mal irgendwer gesagt hat. Ich sage es. Und wo findet man die besten Arbeiten? Genau: In der Wall of Fame. Ich habe ein paar meiner Favoriten rausgepickt. Sie sind in der Reihenfolge, wie sie in die Wall of Fame eingingen.

12561

12561 von Teko

Die Spiegelung im Wasser ist m.E. hier das Besondere, die auch farblich das Ganze sehr aufwertet.

Künstler: Teko
Link: http://galerie.designnation.de/bild/12561

16820

16820 von zwacken

G-E-N-I-A-L-! Der Moment, kurz bevor der Tropfen auftrifft. Wundervolle Farben, dazu die Lichtreflexe. Klasse.

Künstler: zwacken
Link: http://galerie.designnation.de/bild/16820

The Rise of a Planet

The Rise of a Planet von Tänaron

Ich weiß nicht, was ich sagen soll, awesome.

Künstler: Tänaron
Link: http://galerie.designnation.de/bild/18540

Studiengebühren

Studiengebühren von Matt

Der Traum eines jeden Fotografen: In einem alten heruntergekommenen Gebäude faszinierende Fotos schießen, die scheinbar Romane erzählen können.

Künstler: Matt
Link: http://galerie.designnation.de/bild/21954

Summer Spring

Summer Spring von Laeton

Ein simples Motiv, gekonnt in Szene gesetzt. Strahlt Ruhe und Wärme aus.

Künstler: Laeton
Link: http://galerie.designnation.de/bild/22439

Eaves

Eaves von Ceecore

Echt erfrischend. Angenehme Farben.

Künstler: Ceecore
Link: http://galerie.designnation.de/bild/26529

Märchen: The Red Shoes

Unkategorisiert von Seba

There was once a little girl, very nice and very pretty, but so poor that she had to go barefooted all summer. And in winter she had to wear thick wooden shoes that chafed her ankles until they were red, oh, as red as could be.

In the middle of the village lived "Old Mother Shoemaker." She took some old scraps of red cloth and did her best to make them into a little pair of shoes. They were a bit clumsy, but well meant, for she intended to give them to the little girl. Karen was the little girl's name.

The first time Karen wore her new red shoes was on the very day when her mother was buried. Of course, they were not right for mourning, but they were all she had, so she put them on and walked barelegged after the plain wicker coffin.

[…]

The Red Shoes – Ein Märchen von Hans Christian Andersen, übersetzt aus dem Dänischen. Es handelt von einem armen Mädchen, das schöne rote Schuhe geschenkt bekommt. Ihre Mutter stirbt und sie wird von einer netten, alten Frau adoptiert. Später erhält sie ein neues Paar prächtiger roter Schuhe, das sie selbst in der Kirche trägt (anstatt bescheiden schwarzer). Sie konzentriert sich nur noch auf ihre tollen Schuhe, was prompt bestraft wird.

Ich habe das Märchen gleich ins Herz geschlossen. Es ist irgendwie … absurd. Eine übertriebene Bestrafung, ein Rettungsversuch mit einer Axt und ein – Verzeihung – beklopptes Ende. Ich mag das Märchen.

Darauf aufmerksam geworden bei: http://uwe.vg
Dänisches Original „De røde Skoe“: http://www.adl.dk
Englische Übersetzung: http://andersen.sdu.dk

Projekt 52, 32. Woche: Silhouetten

Unkategorisiert von Seba

Um diesen Begriff, der ein Vorschlag von bee ist, genau zu erklären, bediene ich mich mal wieder Wikipedia: „Als Silhouette oder Schattenriss bezeichnet man den Umriss (Kontur) einer Fläche oder die von dieser Kontur umschlossene Fläche, die sich dunkel von einem hellen Hintergrund (oder umgekehrt) abhebt. Das kann auch eine natürliche Kontur (zum Beispiel der Schatten eines Körpers oder die durch die Bebauung erzeugte Kontur einer Stadt (Skyline) oder eine künstliche (zum Beispiel eine Schattenzeichnung oder ein Scherenschnitt) sein.“

Hand greift nach Figur

Schatten und Silhouetten sind nichts Eindeutiges. Genauso wie im Teppichmuster oder den Wolken am Himmel kann man vieles darin sehen.

Thema: http://mondgras.de
Komplettes Foto: http://sebadorn.de/fotoblog/?p=40

Projekt 52, 31. Woche: Wertvoll

Fotografie von Seba

Ein Themenbeitrag von Jü und sie hat sich unter dem Stichwort vorgestellt, dass Ihr uns zeigt, was für Euch einen großen Wert hat. Das kann materieller, aber auch persönlicher Natur sein. Was ist Euch im Leben besonders wichtig? Zeigt es uns!

Projekt 52, 31. Woche: Wertvoll, Drache mit Ring

Der Ring ist wirklich wertvoll, echt Weißgold mit Brilliant, und hat mein Vater meiner Mutter anlässlich meiner Geburt geschenkt. Innen ist sogar mein Vorname eingraviert. Die Drachenfigur gehört mir und steht schon seit Ewigkeiten in meinem Zimmer. Keine Ahnung mehr woher, nicht einmal Kindheitserinnerungen. Aber ich mag sie, von daher ist sie auf einer persönlichen Ebene wertvoll. Der Drache bewacht den Schatz.

Thema: http://www.mondgras.de