Im Namen von JoJo’s Bizarre Adventure steckt bereits eine gute Beschreibung. Der Manga ist bizarr auf vielen Schichten, angefangen beim Zeichenstil: Zeichner und Autor Araki gibt sich viel Mühe, möglichst viele Details reinzupacken – seien es die Klamotten der Protagonisten, ein Essensgericht oder eine übelaussehende Fleischwunde. Da ist ein Anspruch auf realisitische Darstellung. Der dann aber wieder komplett zerstört wird dadurch, wie sich die Charaktere bewegen – Assoziationen mit Ballett, Modesteg und rhythmischer Sportgymnastik werden wach; würden sie dabei nur nicht so todernste Gesichter machen.
Uzumaki ist ein Horror-Manga, in dem ein ganzes Dorf von Spiralen heimgesucht wird. Erst harmlos als Muster in Wänden und in Wasserstrudeln zu sehen, bewegt sich alles auf die Spirale zu. Menschen verfallen in eine Obsession und können sich dem Sog nicht mehr entziehen – weder im Geiste noch körperlich.
Im Wahnsinn verkrüppelt einer der Menschen seinen eigenen Körper um den Rundungen des Vorbildes nahe zu kommen. Der Tote wird eingeäschert. Doch als die Aschewolke als schwarze Spirale in den Himmel aufsteigt, wird den Einwohner bewusst, dass hier mitnichten gerade etwas zu Ende ging, sondern im Gegenteil gerade erst anfängt. Die Spiralen bringen den Tod.
Autor und Künstler Junji Ito hat noch mehr Horror-Manga des gleichen Schlages vorzuweisen. Seine Stories wurden zum Teil verfilmt, so auch Uzumaki (Trailer, erstaunlich harmlos).
Negative Happy Chainsaw Edge bedient sich für den Einstieg einem alten Element: Gut gegen Böse. Die junge Eri begegnet eines Nachts dem Mann mit der Kettensäge und spürt, dass dieser das Böse verkörpern muss. Sie entdeckt urplötzlich ein übermenschliches, kämpferisches Talent an sich und fortan treffen sich die beiden immer wieder. Sie spürt, wo er wann ungefähr auftaucht und bekriegen sich dann bis aufs Blut bis der Mann wieder verschwindet. In diesen Kampf wird der Protagonist, ein echter Normalo, hineingezogen. Was er erst nicht will, dann doch versucht heldenhaft zu sein, kläglich scheitert und schließlich doch aus abenteuerhaftem Spaß und Zuneigung Eri begleitet.
The chainsaw man is right in front of me. A completely understandable source of all evil. That itself is my one hope.
Die Kämpfe erscheinen nie wirklich wichtig zu sein. Eri kann noch so dick auftragen, dass die Zukunft des Guten bedroht ist, aber dieses Ritual von warten, treffen, kämpfen, gehen ist mehr ein Synonym – eine praktische Lektion über Leben und Sterben. Am Ende bleibt das Gefühl, man habe hier eine Geschichte gelesen über zwei Teenager und wie sie ihre psychologischen Probleme überwinden; völlig ohne Heldenkram und Übernatürliches.
Mysterious Girlfriend X ist wohl einer der schlechtesten Titel, den man einem Manga geben kann, weil er so nach absolut gar nichts klingt. Dabei trifft er einigermaßen den Kern der Geschichte.
Schüler Tsubaki geht nach dem Unterricht noch einmal in den Klassenraum um seine Tasche zu holen. Seine Mitschülerin Urabe ist noch auf ihrem Platz, da eingeschlafen. Er weckt sie und bemerkt, dass sie im Schlaf auf den Tisch gesabbert hat. Warum auch immer – Tsubaki probiert vom Speichel.
Die nächsten Tage ist er krank und keine Besserung ist in Sicht. Bis Urabe ihn besucht und sagt was Sache ist: Er ist von ihr abhängig geworden und sie haben eine besondere Verbindung. Denn über den Speichel des jeweils anderen können sie dessen Gefühlslage übertragen.
Higanbana no Saku Yoru ni (engl. On the Night the Amaryllis Flower Blooms) lautet der Titel des neuen Werkes von Ryukishi07 und wird – wie die Higurashi-Serie – Horror zu den Genres zählen. Das erste Kapitel des Manga wird am 9. April im Magazin „Monthly Dragon Age“ veröffentlicht.
Franken Fran ist das frankensteinsche Monster eines begnadeten Wissenschaftlers und sie hat von ihm gelernt, selbst medizinische Wunder zu vollbringen. Ihr eigentlich netter Charakter veranlasst sie, den Leuten, die zu ihr kommen, zu helfen. Ihre „Hilfe“ endet nur stets meist tragisch; was ihr aber nicht auffällt.
Leicht verallgemeinert besteht jedes Kapitel daraus, jemandem Hoffnung zu geben und ihm das Glück dann wieder zu entreißen … bisweilen zusammen mit den Gedärmen.