Maybe people like butterfly vomit

Mal wieder etwas zum Thema Anime

Anime & Manga von Seba

Fate/zero

Fate/zero hat mich nicht enttäuscht und zählt derweil zu meinen Favoriten. Irgendetwas an der Optik wirkt allerdings leicht ungewohnt und ich meine, den Faktor dafür gefunden zu haben – die Hintergründe wirken meist recht statisch. Oh, sie sind wunderbar gezeichnet und verdienen Lob, aber es sieht doch ein klein wenig danach aus, als stünden unsere Charaktere auf einer Bühne in einem der beeindruckendsten Theater der Welt. Doch auch das beste Bühnenbild kann aus seiner Natur heraus nicht anders als flach wirken.

Ein wenig irritierend sind Szenen umgesetzt, die, um das schwache Zuschauerherz zu schonen, von Grässlichkeiten wegschauen. Es müssen wirklich keine zerfledderten Kinder­leichen gezeigt werden, das soll hier nicht die Kritik sein. Aber was anstatt gezeigt wird; zum Beispiel eine Hintergrundsäule, eine nahezu statische Aufnahme. Warum nicht die Kamera auf dem Charakter selbst belassen und weiterhin dessen Reaktion zeigen? So entsteht der Eindruck, dass gewollt etwas ausgelassen wurde – was dann später auf der Bluray-Fassung zu sehen sein wird? Wobei das eher der Fall ist bei Mosaikfiltern und günstig – oder je nach Zuschauerinteresse auch ungüstig – einfallenden Lichtstrahlen, wie man es aus manch anderer Serie kennt.

Apropos Charaktere: Waver ist das gelebte Vorführmodell des Underdog-Phänomens. Als er das erste Mal in der Serie auftaucht, wird er als rangniedrig und gewissermaßen wertlos von seinem Magie-Lehrer heruntergeputzt. Er selbst gesteht sich ein, nichts Besonderes zu sein, aber beweist dennoch Willen, Wissen und Geschick. Er demonstriert viel Wachstumspotenzial und mit seinem Servant Rider als Vaterfigur sind die beiden ein ziemlich symphatisches Zweier-Gespann.

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