Chimicherrychanga

Erstfolgeneindruck: Guilty Crown

Anime & Manga von Seba

Guilty Crown

In Guilty Crown findet sich gleich mal wieder eine altbekannte Situation vor. Hauptcharakter Shu ist männlich, 17 Jahre alt und natürlich ein ganz normaler Schüler, der ein wenig Prob­leme hat mit anderen zu sozialisieren. Aber sonst ist er ein ganz netter Kerl. Dann passiert das eine und das andere, er begegnet einem schönen Mädchen, beweist Heldenmut und bekommt eine mächtige Fähigkeit.

Dieser Ablauf ist gleichzusetzen mit der 08/15-Schablone, mit der am laufenden Band Durch­schnitts-Hollywood-Filme produziert werden. Ist es ein Action-Film, dann verbrocken böse Kerle böse Dinge und unser guter Kerl ist irgendwie davon betroffen und vermöbelt ihre Ärsche. Dabei explodiert viel. Ist es eine Romanze, dann hasst sich das vorbestimmte Paar erst, lernt sich allmählich kennen und geraten dann über ein hochkarätig dämliches Miss­ver­ständnis auseinander. Bis sich in letzter Sekunde alles klärt und die Glocken läuten. Eine Auszeichnung im Bereich Innovation gibt es dafür nicht; hier bitte, die Teilnehmer-Urkunde. Dass der Film oder eben die Serie deswegen nicht trotzdem noch auf anderem Wege begeistern kann, soll damit aber bei Weitem nicht ausgeschlossen werden.

Denn abgesehen von dieser allzu typischen Zielgruppen-Anbiederung, weckt der erst knapp vorgestellte Schau­platz in Guilty Crown bei mir Interesse. Nach Ausbruch einer Seuche ging Japan rasant vor die Hunde, doch durch Intervention anderer Staaten konnte die Situation unter Kontrolle gebracht werden. Nun befinden wir uns in der Zukunft (<sarcasm>Mechas, wohoo!</sarcasm>) und eine militärische Organisation – vermutlich bestehend aus den Helfer-Staaten – hat die Verwaltung des Landes übernommen; unter Kriegsrecht, wie es scheint.

Auf der Plus-Seite hat diese erste Folge zudem teils optisch brilliert und der Folgeneinstieg zusammen mit dem schön-ruhigen Opening-Song war nicht schlecht inszeniert. Das hinterließ einen guten ersten Eindruck.

Ersteindruck: Kami-sama no Memo-chou

Anime & Manga von Seba

Kami-sama no Memo-chou

Die Pilotfolge (50 Minuten) von Kami-sama no Memo-chou wusste durchaus innerhalb der Norm zu gefallen. Gutes Opening und Ending, Zeichenstil in Ordnung, Vorstellung der Charak­tere – wobei unser Protagonist auffallend unauffällig, um nicht zu sagen langweilig ist – und Abhandlung eines Falls. Der Fall hatte zudem eine nicht allzu glückliche Auflösung. Doch Zwei­erlei hat mich leider kolossal gestört.

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Ersteindruck: Kamisama Dolls

Anime & Manga von Seba

Kamisama Dolls

Kamisama Dolls soll augenscheinlich eine ernste Serie sein; actionlastig und dramatisch. Dabei wechseln sich jene Teile mit Haupt-Moe-Faktor Utao, der kleinen Schwester des Protagonisten, ab. Man kann die Abschnitte förmlich spüren: Ein paar Minuten moe, Drama, wieder ein wenig moe, Action. Bisher stört mich das noch nicht, aber so lässt sich keine Story konsequent durchziehen, was dann spätestens ab Folge 5 zum Fallstrick werden könnte.

Die Kamisama Dolls selbst – jene Kampfroboter – schmecken mir auch nicht so recht. Sie wurden ungefähr so vorgestellt: In diesen abgelegenen Dörfern gibt es diese Roboter, die jeweils von einer auserwählten Person gesteuert werden können. Woher kommen die Masch­inen und warum diese Geheimniskrämerei im Dorf? Bisher gibt es dazu nur ein schulter­zuckendes „Weil, halt!“ Vermutlich wird das später alles noch geklärt, aber jetzt zu Beginn sieht es einfach nur nach einem x-beliebigen Vorwand aus um eine Battle-Story aufzuziehen.

Ersteindruck: Kann man schauen, sieht aber nach einem bevorstehenden 08/15-Ablauf aus. Besserung im weiteren Verlauf ist trotzdem nicht auszuschließen. Pluspunkt ist immerhin auch ein stilvolles Opening.

Ersteindruck: Mawaru Penguindrum

Anime & Manga von Seba

Mawaru Penguindrum

Ein seltsamer Pinguin-Hut aus dem Zoo-Shop belebt die unheilbare kranke Himari wieder und missbraucht sie gelegentlich als Gastkörper. Ihre Brüder Kamba und Shona erhalten vom Hut die Aufgabe, die „Pinguintrommel“ an sich zu bringen. Unterstützt werden sie dabei von drei eher unnützen Pinguinen, die nur von den Geschwistern gesehen werden können.

Diese Kurzbeschreibung klang gerade sehr seltsam. Versucht das beim Lesen entstandene Bild von der Serie um circa 30% herunterzunormalisieren.

Mawaru Penguindrum

Mawaru Penguindrum ist leicht schräg, bunt und hat Pinguine. Gerade die zweite Folge schlug stark die Comedy-Schiene ein und setzte die drei als sehr niedlich gezeichneten Ping­uine durchgängig als comic relief ein. Dennoch lässt die Handlung einen tragenden Ernst nicht missen, so dass spätere Einschläge in Richtung Drama und Action nicht auszuschließen sind. Selbst wenn es mehrheitlich bei Comedy bleibt, wird diese Serie sehr wahrscheinlich zu den besseren des Sommers gehören, wenn nicht sogar die beste sein.