
Tonnura-san ist ein dicker Kater mit einem verdächtigen Gesicht. Ich würde dem Burschen ja keinen Meter weit trauen, aber eine Familie nimmt – nach etwas Hin und Her – das heimatlose Tier bei sich auf, nachdem die jüngste von drei Schwestern es angeschleppt hat. Schwierigkeiten mit der strengen Mutter weiß Tonnura mit einer hocherregenden Fellstreicheleinheit aus dem Weg zu räumen. Tonnura kann zudem sprechen, womit sich die Leute recht schnell abfinden.
Bisher stehen erst 3 Kapitel zum Lesen bereit, doch das ist genug um der Geschichte den Stempel „Strange“ aufzudrücken – am liebsten direkt in Tonnuras gehässige Visage – und eine kleine Empfehlung auszusprechen. Auch wenn ich in dem Manga eher wenig Potenzial sehe, gestaltet er sich recht lustig und ich möchte wissen, was dieser verdächtige Kater noch alles anstellt. Ich weiß, dass er böse ist! Früher oder später wird er sich verraten!


In der Welt von The Legend of Koizumi (Mudazumo Naki Kaikaku) sind Politik und Mahjong eng verstrickt. Hauptgestalt ist der japanische Ministerpräsident Junichiro Koizumi, wie er in aufreibenden Spielen gegen Führer anderer Länder kämpft. Dabei gilt der scheinbar akzeptierte Grundsatz: Betrügen ohne aufzufallen ist okay. Es ist auch okay, wenn man auffällt, es aber spektakulär genug umsetzt; sich dabei zum Beispiel bald selbst einäschert.
Zu den ersten Gegnern gehören: George W. Bush, „Papa“ Bush Senior, Kim Jong-Il und ein ziemlich cooler Putin. Doch ist das alles nichts weiter als ein Auftakt zu einer wahren Bedrohung, die sich jahrelang auf dem Mond eine Basis aufgebaut hat und nun zurückkehrt:

Ach ja, Papst Ratzinger als Mahjong-Überkämpfer ist auch dabei.
Ich habe von Mahjong keine Ahnung und das braucht man bei The Legend of Koizumi auch nicht. Hier geht es um den Oha-Effekt, wenn wieder eine aktuelle politische Gestalt auftaucht und eine fiktive Mahjong-Attacke herausbrüllt: Siberian Express! Blitzkrieg! Rising Sun!

Medaka Box beginnt damit, das Schülerpräsidentin Medaka Kurokami ihrem Wahlversprechen folgend einen Kasten einrichtet, in den Schüler Zettel mit Anliegen einwerfen können – die Medaka Box. Keine Aufgabe scheint unmöglich, nicht zuletzt durch die Hilfe ihres Freundes seit Kindheitstagen: Zenkichi Hitoyoshi, der von ihr mit reingezogen wurde. Was der Geschichte den besonderen Dreh gibt: Medaka ist das, was man als „abnormal“ bezeichnet. Ihre körperlichen Leistungen sind überragend und kann sie etwas noch nicht, lernt sie es durch bloßes anschauen.
Dann geschah mit dem Manga etwas, was nur auf ein drohendes Cancelation-Ende mangels Leserstimmen zurückzuführen ist: Er entwickelte sich zum Battle-Manga. Die Gegner sind ein Trupp Schüler mit ebenfalls abnormalen Fähigkeiten, die in der Klasse 13 gebündelt Teil des sogenannten Flask-Plans des nicht ganz koscheren Schuldirektors sind. Der Plan muss gestoppt werden, Medaka nimmt sich der Sache an und zieht dabei noch Normal-Mensch Zenkichi mit rein.

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Im Namen von JoJo’s Bizarre Adventure steckt bereits eine gute Beschreibung. Der Manga ist bizarr auf vielen Schichten, angefangen beim Zeichenstil: Zeichner und Autor Araki gibt sich viel Mühe, möglichst viele Details reinzupacken – seien es die Klamotten der Protagonisten, ein Essensgericht oder eine übelaussehende Fleischwunde. Da ist ein Anspruch auf realisitische Darstellung. Der dann aber wieder komplett zerstört wird dadurch, wie sich die Charaktere bewegen – Assoziationen mit Ballett, Modesteg und rhythmischer Sportgymnastik werden wach; würden sie dabei nur nicht so todernste Gesichter machen.
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Uzumaki ist ein Horror-Manga, in dem ein ganzes Dorf von Spiralen heimgesucht wird. Erst harmlos als Muster in Wänden und in Wasserstrudeln zu sehen, bewegt sich alles auf die Spirale zu. Menschen verfallen in eine Obsession und können sich dem Sog nicht mehr entziehen – weder im Geiste noch körperlich.
Im Wahnsinn verkrüppelt einer der Menschen seinen eigenen Körper um den Rundungen des Vorbildes nahe zu kommen. Der Tote wird eingeäschert. Doch als die Aschewolke als schwarze Spirale in den Himmel aufsteigt, wird den Einwohner bewusst, dass hier mitnichten gerade etwas zu Ende ging, sondern im Gegenteil gerade erst anfängt. Die Spiralen bringen den Tod.
Autor und Künstler Junji Ito hat noch mehr Horror-Manga des gleichen Schlages vorzuweisen. Seine Stories wurden zum Teil verfilmt, so auch Uzumaki (Trailer, erstaunlich harmlos).