Mittwoch
Der Tag, für den ich mitverantwortlich bin. Geplant sind die Engelsburg, mehrere Ziele in Trastevere und eine Bootsfahrt auf dem Tiber. Der Deutsch-LK besucht außerdem gleich zu Beginn noch das „Casa di Goethe“.
Als wir vor dem Eingang der Engelsburg stehen und die Kurzvorträge gehalten wurden, macht sich Ernüchterung breit: Bis 15:00 Uhr geschlossen. Natürlich nur heute, eine Ausnahme. Okay, umgeplant und als erstes Trastevere angesteuert.
Eigentlich wollen wir noch zur Piazzale Garibaldi, jedoch müssten wir dafür einen großen Umweg in Kauf nehmen. Ein Blick in die Gesichter der Anderen sagt alles: Mehr laufen als unbedingt notwendig ist nicht! Also kurzerhand das Tagesvorhaben gekürzt und als nächstes Ziel „Santa Maria“ in Trastevere angesteuert. Unterwegs verschwindet gut die Hälfte der Schüler, da sie sich einfach in ein Restaurant setzen. Gut, von mir aus. Wer übrig blieb, hat meinen Vortrag zu Trastevere und Dedes Vortrag zur Marienkirche gehört. Danach sind wir selbstverständlich noch in die Kirche hinein und dann gab es Freizeit.
Wir suchen uns ein Restaurant und nach einiger Suche finden wir auch ein ansprechendes. Vor der Preisliste verharren wir jedoch und sind uns unsicher, ob wir uns setzen sollen. Es war alles übertrieben billig! Zwei bis vier Euro pro Pizza! Na gut, wir wittern einen Haken, setzen uns aber schließlich doch. Christoph zeigt auf die Preisliste und fragt die Bedienung: Where's the trick?
Sie hat es leider nicht verstanden. Zum Schluss stellt sich heraus: Es gab keinen Trick. Alles in Ordnung. Nur noch 1,50€ pro Person für die Bedienung.
Dummerweise verpassen wir den Treffpunkt. Wir laufen daher in unserer kleinen Gruppen zur Engelsburg um dort auf den Rest zu stoßen. Und ein weiteres Ziel entfällt: Die Isola Tiberina. Wirklich viel hab ich von Trastevere auch nicht gesehen. Ach ja, die Bootsfahrt entfällt auch.
Von der Engelsburg hat man einen wunderbaren Ausblick auf Rom. Nun ja, das Kolosseum sieht man nicht. Trotzdem sollte man die Engelsburg auf einer Italienreise besucht haben.
Zurück geht es im Expressbus. Einmal und nie wieder. Schrecklich voll und wenn man nicht nahe einem geöffneten Fenster steht kaum Überlebenschancen.
Am Abend gibt es ein gemeinsames Essen für die gesamte Gruppe. (Bis auf Timon, der leider die Gruppe verpasst.) Diese findet auch tatsächlich Platz im Hinterhof eines Restaurants mit dessen Kellnern mein Tutor sich scheinbar angefreundet hat. Anil bekommt noch ein Geburtstagsständchen und dann lässt mein Tutor die Bombe platzen. Sinngemäß sagt er in etwa:
Wie es nun einmal so ist, kann eine Reise nicht ohne kleinere Probleme zu Ende gehen. Morgen, an unserem Rückflugtag, wird am Flughafen gestreikt. Daher müssen wir einen späteren Flug nehmen. Unsere Gruppe wird außerdem zweigeteilt, in neun Personen und dann den Rest.
Viele machen das, was man in solch einer Situation macht: Lachen.
Anschließend der letzte freie Abend in Rom. Timon ist auch wieder aufgetaucht. Ursprünglich wollen wir (= Timon, Bernhard, Christoph, ich) im Circus Maximus ein Wettrennen abhalten. Das Wetter verschlechtert sich jedoch und wir belassen es bei einem nächtlichen Besuch des Trevi-Brunnen, mit einem schönen Abschlussfoto:
