Erster Eindruck: Puella Magi Madoka Magica
→ Anime & Manga
Ein Magical Girl-Anime. Das klingt nach einer Serie für kleine Mädchen oder dem Klischeebild loliconesque veranlagter Otaku. Aber es ist von Studio Shaft[1], was einen Blick rechtfertigt um zu überprüfen, was dieses Studio mit diesem Thema angestellt hat.
Der Zeichenstil erinnert stark an Hidamari Sketch aufgrund der eckigen Gesichtsformen und dem gelegentlich auftauchenden Gedanken, ob die fröhlich-farbenfrohen Charaktere mit Buntstiften gemalt wurden. So viel zu den glücklichen Stellen, denn der Stilbruch schlechthin tritt ein bei der Konfrontation mit einer Hexe und ihrer Alptraumwelt, die eine groteske Collage aus dunkelfarbigen Mustern, Dornen und tanzenden Wollknäueln mit Schnurrbärten ist.

Meinem Gefühl nach wird dieser Anime nicht die „Wir müssen die Welt vor dem Bösen beschützen!“-Schiene fahren, durchgedrückt von einem kleinen Mädchen mit Zauberkräften, sondern sich stärker auf seine Charaktere konzentrieren. Es wäre wünschenswert. Es war schon mal ein – im Sinne der Präsentation – interessanter Einstieg und es kommt durchaus bereits Atmosphäre auf. Ein vielversprechener Titel, sehr vielversprechend.

[1] Verantwortlich für Werke wie Bakemonogatari, Arakawa under the Bridge, Sayonara Zetsubou Sensei und Maria Holic.
Hätte ich diesen Eintrag mal, wie die anderen auch, direkt nach dem Schauen geschrieben. Dann wäre er etwas weniger wischi-waschi.
