Eine neue Ära bricht in der Fansub-Szene an. Videos werden nun mit 10-Bit Farbtiefe enkodiert im Gegensatz zu den sonst üblichen 8-Bit. Dies führt zu dem Vorteil, dass die Dateien kleiner werden, bei gleichbleibender – oder gar besserer, hört man munkeln – Qualität. Dafür wird es nicht von jeder Hardware unterstützt. Was PCs betrifft, sollte in den allermeisten Fällen ein Update der Codecs reichen. Windowsler können sich den aktuellen CCCP aufspielen und Linuxer … da sollte der Support in den verschiedenen Programmen auch vorhanden sein.
Leider war es dann doch nicht so simpel. Zwar ließen sich die MKVs abspielen, aber waren durchzogen von Artefakten und falschen Farben. Okay, die falschen Farben sahen teilweise recht hübsch aus, wie Minecrafts neues Belichtungsmodell, wo jetzt alles so schönes ambientes Licht wirft. Dennoch! So konnte es nicht bleiben! Die Lösungssuche führte mich auf einen Weg aus einer kuriosen Mischung aus Frustation und Spaß.
Der Artikel geht von einem mit dem CCCP (2009-09-09) installierten Media Player Classic Home Cinema aus.
Die meisten Fansub-Gruppen leisten gute Arbeit. Sie schnüren ein hübsches MKV-Paket mit Videoauflösungen von 480p oder 720p (gelegentlich tauchen sogar 1080p auf, wofür aber mein Monitor zu klein ist), dazu Audio und liebevoll gestalteten Subtitles. (Einschub kleiner Seitenhieb: Eine rundum bessere Qualität als das, was auf den offiziellen DVDs landet.) Dann möchte man sich die Folge zu Gemüte führen, aber oh Weh!, Bild und Ton und Subs sind asynchron. Nun könnte man a) Das Release einer anderen Gruppe probieren oder b) warten, bis eine korrigierte Version erscheint. Aber manches ist so trivial, das kann man mit Tesafilm und einer Büroklammer fixen.
Korrigieren der Tonspur
View → Options… dann unter Internal Filters → Audio Switcher. Den Haken bei Audio time shift (ms) setzen und einen Wert eintragen. Negative Werte, damit der Ton früher kommt, positive für später. Die Angabe erfolgt in Millisekunden, daher: 1000ms = 1s.
Den Anfang der API-Reihe macht der YouTube-Player. Der Artikel wird ein wenig länger, weshalb ich ihn in zwei Teile aufgespalten habe. In Part 1 kommt der weniger geekige codelastige Teil mit den Parametern. In zwei Wochen kommt in Part 2 dann der eigentliche API-Inhalt mit selbstgebastelten Bedienelementen für ein Video.
Die Code-Beispiele mit eingebundenen Videos sind eine valide und gekürzte Form dessen, was YouTube zum Rauskopieren anbietet. embed und param name="movie" entfallen, dafür steht der Verweis zum Video in object data="…". Sieht man gleich.
Parameter für das Video
fs (default 0)
Wenn auf 1 gesetzt, lassen sich Videos in den Fullscreen-Modus umschalten. Kopiert man den YouTube-Code, steht es bereits mit drin.
hd (default 0)
Wenn auf 1 gesetzt, wird das Video in HD abgespielt, insofern vorhanden. Es wird nicht automatisch die höchste Auflösung genommen! Ein Video mit 360p und 480p wählt dann nicht die höheren 480p.
iv_load_policy (default 1)
Setzt man den Wert auf 3, werden video annotations nicht angezeigt.
VLC media player 0.9.9 ist ein Bugfix-Release mit Decoder-Updates. Besser geworden ist dadurch leider wenig. MKV-Dateien brauchen lange zum Öffnen (die Untertitel sind es wohl mal wieder) und die CPU wird dabei belastet. Das Problem lässt sich scheinbar nur mit einem Wechsel zur vorigen Version 0.9.8 beheben.
Und noch eine Entdeckung: Die eigene Musik muss nach jedem Update neu hinzugefügt werden bzw. die alten preferences and settings – oder wie es heißt – gelöscht werden. Sonst funktioniert die Suche nach Liedtiteln nicht mehr; nur noch Album und Interpret.
Ein altes Problem, das ich hier auch noch mit reinpacke: Wenn sich eine Musikdatei im VLC plötzlich nicht mehr abspielen lässt bzw. eine Länge von 00:00 hat, hilft es die Dateiendung zu entfernen.
Ich mag das VLC-Projekt, aber mittlerweile bin ich im Videobereich auf CCCP + Media Player Classic umgestiegen; eine deutlich(!) bessere Qualität.
Bisher hatte ich das Problem, das einige Videos während dem Abspielen stetig wachsend den Arbeitsspeicher gefüllt haben. Und wenn der voll war – *Zack*, Sense, VLC media player schmiert ab. Meistens so nach 10 Minuten. Endlich ist mir aufgefallen, woran es liegt. Die geschönten Untertitel sind schuld!
Rechtsklick, Video, Untertitelspur -> Plain
Notlösung: Wenn die Möglichkeit besteht, auf ungestylte Untertitel umschalten. Und wenn nicht, dann die Speicherauslastung im Auge behalten und selbst VLC beenden, bevor dieser den Abflug macht; Datei erneut öffnen und zur vorigen Stelle springen.